Oman

Während sich die meisten Staaten der arabischen Halbinsel gegenseitig die Köpfe einschlagen und direkt oder indirekt in kriegerischen Abenteuern verwickelt sind, stellt Oman so etwas wie eine Insel des Friedens und Wohlstands dar. Der weise Sultan Qabus Ibn Said hat das Land geschickt aus alles Konflikten herausgehalten und konzentriert sich darauf, sein Versprechen, das er bei seiner Machtübernahme im Jahr 1970 gegeben hat, Wirklichkeit werden zu lassen.

Hier Auszüge aus der Rede, die er unmittelbar nach der Entmachtung seines Vaters gehalten hat:

Mein Volk! Ich werde mich sofort daran machen, euch zum Wohlstand und in eine leuchtende Zukunft zu führen. … Gestern noch herrschte Dunkelheit, aber mit Gottes Hilfe wird morgen über Oman und all seinen Menschen ein neuer Tag hereinbrechen.

Oman ist heute ein blühendes Land, in dem ein harmonisches und fruchtbares Nebeneinander von Moderne und Tradition das alltägliche Leben bestimmt.

Wir werden uns auf unserer Reise auf den Norden beschränken. Start ist Dubai. Unserer Motorräder werden per Seefracht hierher gebracht. Wir selbst kommen mit dem Flieger. Und in Dubai wird das Abenteuer auch wieder enden. Dazwischen liegen drei Wochen, in denen wir die schönsten Flecken und die interessantesten Highlights Omans besuchen werden.

Ab sechs Teilnehmer wird ein Begleitfahrzeug fürs Gepäck zur Verfügung stehen. Bleibt die Gruppe kleiner, muss das Gepäck auf den Motorrädern transportiert werden.

Zusätzlich fallen noch folgende Kosten an:

Visum und KFZ-Versicherung für Oman

KFZ-Versicherung für die VAE

Betriebsstoffe (Benzin ca. 0,25 €/Liter)

Verpflegung: ca. 10,00 € bis 15,00 € pro Tag

Streckenverlauf

Die Routen unserer Motorradreisen sind sorgfältig geplant. Wir haben an alles gedacht, was Sie sehen und erleben müssen - von der gemütlichen Unterkunft im Hotel bis zu sehenswürdigen Monumenten. Gerne erarbeiten wir für Sie auch abgeänderte Routen - kontakieren Sie uns einfach für eine Individualreise!

1 Flug nach Dubai

Einige Wochen vor Beginn der Reise müssen wir die Motorräder bei der Spedition in Bremen abgeben. Sie werden dann rechtzeitig in Dubai eintreffen, sodass, wenn wir ankommen, alle Zollformalitäten erledigt sind und die Bikes ungeduldig auf uns warten. Wir werden uns in den Flieger setzen und nach einem kurzen Flug arabischen Boden betreten Übernachtung in Dubai

2 Übernahme der Motorräder

Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg, unsere Motorräder in Empfang zu nehmen. Auch wenn alles bereit sein sollte, müssen wir damit rechnen, den ganzen Vormittag beschäftigt zu sein. Nachmittags können wir uns in der Supermetropole Dubai ein wenig umschauen. Übernachtung in Dubai

3 Fahrt nach Khasab (ca. 135 km)

Nun kann das Abenteuer beginnen. Die erste Fahrt führt uns am Meer entlang bis zur Grenze nach Oman und weiter bis zur Hafenstadt Khasab in Musandam. Musandam, der nördlichste Zipfel Omans, ist eine kleine Enklave, die mit dem Rest Omans nicht direkt verbunden ist. Man muss entweder erneut durch die Vereinigten Arabischen Emirate fahren, was zwei zusätzliche Grenzübertritte erforderlich machen würde, oder mit der Fähre übersetzen. Übernachtung in Khasab

4 Entdeckungsfahrt durch Musandam (ca. 170 km)

Auf unserer Entdeckungsfahrt durch Musandam werden wir feststellen, dass dieser Flecken aus nichts als purem Fels und Geröll besteht. Sobald wir die gut ausgebaute Nord-Süd-Verbindung entlang der Küste verlassen, bewegen wir uns auf mehr oder weniger einfach befahrbarem Schotter. Leider sind unserem Tatendrang Grenzen gesetzt, da nur wenige Strecken der Öffentlichkeit zugänglich sind. Besonders für Touristen ist vieles Sperrgebiet. Trotzdem erhalten wir einen guten Eindruck von der rauen Schönheit dieses Fleckchens Erde. Übernachtung in Khasab

5 Mit der Fähre nach Muskat (ca. 25 km)

Jetzt geht‘s aufs Wasser. Mit einer der schnellsten Autofähren der Welt schießen wir über die Wellen des Arabisch-Persischen-Golfs und sind ca. fünf Stunden später in Muscat, der Hauptstadt und sogenannten Capital Area Omans. Auf einem kleinen Abendspaziergang über die Corniche können wir zum ersten Mal omanische Luft schnuppern. Übernachtung in Muskat

6 Fahrt nach Yiti, Baden im Persisch-Arabischen-Golf (ca. 130 km)

Muscat ist umgeben von einer beeindruckenden wilden Berglandschaft. Tektonische Verwerfungen haben das Unterste zuoberst gekehrt. Für Geologen ein wahres Paradies. Und auch für Fotografen und einfach alle, die sich an außergewöhnlichen Landschaftsstrukturen erfreuen können. Wohl für jeden eine Freude ist der Besuch des kleinen Örtchens Yiti bzw. Hanshift. Hier finden wir einen blütenweißen Sandstrand und ein strahlend blaues Meer. Schwimmen im Persisch-Arabischen-Golf ist angesagt. Also, Badehose nicht vergessen. Übernachtung in Muskat

7 Ausflug durch Wadi Mayr (ca. 100 km)

Wo Berge sind, gibt es auch Täler. Doch sind die Täler Omans, die sogenannten Wadis, etwas ganz Besonderes. Über mehr oder weniger gut befahrbare Schotterstraßen, manchmal aber auch nur über ein ausgetrocknetes Flussbett, bieten sie die Möglichkeit, tief ins Innere der Bergwelt vorzudringen. Die meiste Zeit des Jahres sind sie staubtrocken. Doch wehe, wenn es in den Bergen regnet. Dann entwickeln sich diese friedlichen Täler innerhalb von Minuten zu todbringenden, reißenden Flüssen, die alles mit sich nehmen, was ihnen in den Weg kommt. Daher auch die Warnung an alle Reisenden, niemals in einem Wadi sein Zelt aufzuschlagen. Wir werden im Rahmen einer Rundfahrt das Wadi Mayr durchqueren. Übernachtung in Muskat

8 Ausflug nach Nakhal, Ar Rustaq und Barka (ca. 250 km)

Oman ist berühmt für seine Festungsanlagen. Oman war schon immer ein reiches Land. Auf dem Land und Seeweg exportierte es seine Güter in die ganze Welt. Bis nach China segelte seine Flotte, und die Kamel-Karawanen erreichten reich beladen ferne Kulturen bis nach Europa. Wichtigstes Handelsgut war über viele Jahrhunderte Weihrauch. Nur in sehr wenigen Regionen der Welt gedeiht der Weihrauchbaum (Boswellia). Und schon damals galt: Nachfrage und Angebot bestimmen den Preis einer Ware. Und so wurde Weihrauch zeitweise gegen Gold aufgewogen. Aber auch an verwerflichem Handel, nämlich dem mit Sklaven, hat Oman verdient. Heute bringt Erdöl die Kassen zum Klingen. Reichtum und Wohlstand schaffen Neider. Als Folge sah sich Oman immer wieder mit Eindringlingen aus der nahen und fernen Nachbarschaft konfrontiert. Schutz boten hier die wehrhaften Forts, die man überall im Land findet. Jeder Hügel ist zudem mit Wachtürmen versehen, von denen aus man jede Gefahr frühzeitig entdecken und kommunizieren konnte. Viele der Festungsanlagen sind in den letzten Jahren restauriert worden, sodass der Besuch dieser Forts einen authentischen Einblick in das Leben vergangener Zeiten bietet. Übernachtung in Muskat

9 Freier Tag in Muskat

Genug des organisierten Programms. Heute kann jeder nach Lust und Laune die Capital Area um Muskat erkunden. Übernachtung in Muskat

10 Fahrt nach Sur (ca. 210 km)

Wir haben uns nun einen ersten Eindruck von Land und Leuten verschafft. Doch ist die Capital Area nicht Oman, sondern sie reflektiert nur einen Aspekt des Landes. Wir wollen mehr sehen und verlassen Muskat. Es geht nach Süden, im weitesten Sinne parallel zur Küste des Arabisch-Persischen-Golfs, bis nach Sur. Doch zunächst lenken wir unsere Bikes hinein in die abenteuerliche Welt aus Wadis und Bergen, Felsen, Schotter und Geröll, bis wir nach einigen Stunden die gut ausgebaute Küstenstraße erreichen. Wenn es die Zeit erlaubt, statten wir dem berühmten Wadi Shab einen Besuch ab und laufen am späten Nachmittag in der Hafenstadt Sur ein. Übernachtung in Sur

11 Besuch der berühmten Werften in Sur (ca. 50 km)

Höhepunkt unseres Aufenthalts in Sur ist der Besuch der berühmten Dhow-Werften. Mit diesen Dhows sind omanische Seeleute bis China und Indien gesegelt und haben durch regen Handel den Reichtum des Landes entscheidend mitbegründet. Auch heute noch werden Dhows nach den Original-Plänen in den Werften Surs gebaut. Allerdings sind nicht mehr Händler die Auftraggeber, sondern reiche Scheichs oder andere Menschen, die nicht wissen, wohin mit ihrem Geld. Und auch die Herkunft der Arbeiter hat sich geändert. Es sägen und hämmern heute keine Omanis mehr, sondern Fremdarbeiter aus Indien, Bangladesh und den Philippinen. Übernachtung in Sur

12 Fahrt in die Wüste, Stopp im Wadi Bani Khalid (ca. 180 km)

Nun lassen wir die Zivilisation ein gutes Stück hinter uns. Wir begeben uns in die Wüste und verbringen zwei Tage unter Bedingungen, die für das ehemalige Volk von Nomaden Alltag bedeuteten. In urigen Beduinen-Zelten werden wir die Nacht verbringen, und wem es dort zu eng wird, kann sein Feldbett auch nach draußen stellen und unter freiem Himmel schlafen. Ein einmaliges Erlebnis. Der Weg zu unserem Camp ist nicht ganz einfach. Es geht rund 20 Kilometer über festgefahrene Pisten, teils aber auch losen Sand, bis zu unserem Ziel. Wem das zu haarig ist, der kann sich für einen kleinen Obolus per Allrad-Fahrzeug chauffieren lassen. Übernachtung im Wüstencamp

13 Desert Camp

Mit Spaziergängen und Fotografieren, einem Wüstentrip per Allrad-Fahrzeug oder Motorrad, oder einfach nur Abhängen verbringen wir einen Tag in der Wüste. Jeder nach seinem Gusto. Übernachtung im Wüstencamp

14 Fahrt über Adam nach Nizwa (ca. 250 km)

Zurück in die Zivilisation. Heute geht es nach Nizwa. Doch bevor wir dort ankommen, besuchen wir auf halbem Weg die Oasenstadt Adam. Sie war und ist das Tor zur großen Geröllwüste, durch die man hindurchmuss, um den Süden Omans zu erreichen. Hier versorgten sich die Karawanen mit Wasser und Lebensmitteln, ehe sie zu der wochenlangen Reise aufbrachen, bzw. hier konnten sie nach entbehrungsreichen Tagen und Wochen endlich ihre Vorräte wieder auffüllen, wenn sie reich beladen aus dem Süden ankamen. Auch heute noch decken die Wüstenbewohner in Adam und einen wenigen anderen Städten im Randbereich der Wüste ihren Bedarf an allem, was man zum Überleben braucht. Nur dass man heute keine Kamele mehr vor den Geschäften und Supermärkten sieht, sondern moderne SUVs und Pickups made in Japan. Der historische Teil Adams ist verlassen, eine Geisterstadt. Die alten Lehmbauten verfallen langsam und werden bald nur noch ein großer Sandhaufen sein. Noch können wir durch die engen Gassen streifen, auf Dächer steigen und ein wenig vom Lebensgefühl lange vergangener Zeiten spüren. Ein traumhafter Ort für Fotografen. Übernachtung in Nizwa.

15 Mit dem Jeep nach Al Jabal Al Akhdar (ca. 170 km)

Al Jabal Al Akhdar, der grüne Berg. Dies ist unser nächstes Ziel. Allerdings müssen wir die Motorräder auf dem Parkplatz stehen lassen und auf ein Allradfahrzeug umsteigen. Die Straßen, die auf den Al Jabal Al Akhdar führen, sind so steil, und es gab in der Vergangenheit so viele Unfälle, die auf Fahrfehler zurückzuführen waren, dass die Regierung beschlossen hat, außer Allradfahrzeugen niemandem auf dem Berg zuzulassen. Man mag diese Maßnahme für überzogen halten, aber machen kann man nichts dagegen. Übernachtung in Nizwa

16 Ausflug nach Al Hamra, Misfakh und Jabel Shams (ca. 220 km)

Und noch mal geht es hoch hinauf in die Berge. Jabal Shams ist die höchste Erhebung in Oman. Ganz nach oben kommt man aber nicht, da die Spitze des Bergs vom Militär in Besitz genommen wurde. Aber wir werden entschädigt durch den Besuch des "Grand Canyon of Arabia". Auf der Strecke machen wir bei einigen anderen interessanten Orten halt, in Al Hamra, einer verlassenen Lehmstadt, die noch sehr gut erhalten ist, und in Misfakh, einem ungewöhnlichen kleinen Bergdorf, Und falls sie nicht wieder völlig unter Wasser stehen wie bei den letzten Besuchen, können wir auch die Al Hoota Caves erforschen. Übernachtung in Nizwa

17 Freier Tag in Nizwa

Nachdem wir uns nun ausgiebig um das Umfeld von Nizwa gekümmert haben, soll nun Nizwa selbst ins Augenmerk genommen werden. Heute kann jeder, wie es ihm beliebt, die Stadt erkunden. Übernachtung in Nizwa

18 Tiermarkt in Nizwa, danach Fahrt nach Ibri (ca. 140 km)

Ein Tag für Frühaufsteher. Aber auch Langschläfern sei empfohlen, heute früh aus den Federn zu kommen. Heute ist Wochen- und Tiermarkt in Nizwa, und das ist ein Ereignis der besonderen Art. Zwischen sechs und sieben Uhr sollte man am Ort des Geschehens erscheinen, denn dann kommen die Händler und Käufer aus den umliegenden Dörfern und bieten Schafe und Kamele, Obst und Gemüse sowie alle möglichen anderen Waren zum Kauf an. Einen solchen Markt habt Ihr garantiert noch nie gesehen. Anschließend verlassen wir Nizwa und fahren nach Ibri, der vorletzten Station in Oman. Übernachtung in Ibri

19 Ausflug zu den Al Ain Bee Tombs (ca. 185 km)

In Ibri gibt es eine schön restaurierte Festungsanlage, aber damit können wir uns nicht den ganzen Tag beschäftigen. Stattdessen brechen wir auf zu einer Rundfahrt durch die Berge und besuchen unterwegs die Jahrhunderte alten Bee Tombs (Bienenhausgräber) von Al Ain. Übernachtung in Ibri

20 Fahrt nach Sohar (ca. 160 km)

Was, schon??? Der letzte Tag in Oman? Ja, auch die schönste Reise geht irgendwann zu Ende. Heute haben wir noch eine sehr schöne Bergfahrt bis zur Küste, wo wir uns in einem Hotel in Sohar einquartieren werden. Übernachtung in Sohar

21 Fahrt nach Dubai (ca. 200 km)

Ein bisschen Küste, ein bisschen Berge und dann viel Wüste, so sieht unsere heutige Fahrt aus. Am frühen Nachmittag sind wir wieder in Dubai und werden uns als erstes um die Verschiffung der Bikes kümmern. Dann geht es ins Hotel. Übernachtung in Dubai

22 Übergabe der Motorräder an die Spedition

Bestimmend für den heutigen Tag wird sein, die Bikes sicher bei der Spedition abzuliefern. Erfahrungsgemäß läuft das nicht so einfach ab, wie es sich anhört. Wir müssen also mit mehreren Stunden rechnen, bis alles unter Dach und Fach ist. Aber geklappt hat es bisher immer. Danach stehen uns noch ein paar Stunden für Dubai zur Verfügung, und in der Nacht besteigen wir unsere Flieger, die uns gen Heimat bringen.

23 Rückflug

Bye, bye Dubai.