Myanmar-Burma

„This is Burma, and it is quite unlike any land you know about.“

Dieses berühmte Zitat von Rudyard Kipling aus dem Jahr 1898 beschreibt auch heute noch den Charakter dieses Landes. Bis vor wenigen Jahren für westliche Touristen noch vollkommen unzugänglich, umhüllt Myanmar bis heute ein Schleier des Unbekannten und Geheimnisvollen.

Es beginnt schon beim Namen. Wie heißt dieses Land eigentlich richtig: Birma, Burma, Myanmar? Doch dieses Geheimnis lässt sich leicht lüften. Offiziell kennen wir das Land weltweit unter dem Namen Birma bzw. im englischsprachigen Raum, Burma. Im Juni 1989 ordnete die Militärjunta eine Namensänderung an, und seitdem heißt Birma Union Myanmar, was in der Landessprache wiederum nichts anderes bedeutet als Birma. Jedoch wurde diese Namensänderung aus Protest gegen das Militärregime nicht von allen Ländern anerkannt, und so heißt Myanmar z.B. in den USA, Großbritannien und Australien noch immer Burma.

Es gibt wohl niemanden, den Myanmar nicht verblüfft. Selbst die erfahrensten Weltreisenden durchstreifen das Land mit staunend offenem Mund. Ob die Shwedagon-Paya in Yangon, der Goldene Fels bei Kyaikto, der der Legende nach nur von zwei Haaren Buddhas im Gleichgewicht gehalten wird und nur deshalb nicht in die Tiefe stürzt, oder die Tausende Stupas und Sakralbauten in und um Bagan, das ganze Land mutet wie ein gigantisches Freiluftmuseum an. Jedoch ein Freiluftmuseum mit religiösem Hintergrund. Nahezu alle Sehenswürdigkeiten sind Kultstätten des Buddhismus, der offiziellen Landesreligion Myanmars.

Auf unserer Motorradreise durch Myanmar besuchen wir die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten und lernen Land und Leute kennen. Auch im alltäglichen Leben folgen die Menschen Jahrhunderte alter Tradition. Überall sieht man Männer in Lungis, die wie bodenlange Röcke aussehen, und Frauen und Mädchen, deren Gesichter und Arme mit Thanakha, einer gelblichen kosmetischen Paste, kunstvoll verziert sind.

Unsere Motorräder, mit denen wir die Reise bestreiten, sind Honda CRF250cc oder Honda CB500. Wir übernachten in komfortablen landestypischen Mittelklasse-Hotels oder Gästehäusern. Alle Mahlzeiten sind im Reisepreis enthalten. Nur für die Visa und den Flug müsst ihr noch aufkommen.

Streckenverlauf

Die Routen unserer Motorradreisen sind sorgfältig geplant. Wir haben an alles gedacht, was Sie sehen und erleben müssen - von der gemütlichen Unterkunft im Hotel bis zu sehenswürdigen Monumenten. Gerne erarbeiten wir für Sie auch abgeänderte Routen - kontakieren Sie uns einfach für eine Individualreise!

1 Ankunft in Chiang Mai in Thailand

Nach und nach trudeln die Reisenden in Chiang Mai ein. Abends treffen sich alle zum gemeinsamen Begrüßungsessen. Der Tourguide gibt ein ausführliches Briefing und beantwortet alle offenen Fragen der Gäste. Übernachtung in Chiang Mai.

2 Fahrt nach Mae Sot (ca. 350 km)

Wir beginnen gleich mit einer der längsten Tagestouren der gesamten Reise. So gut wie möglich vermeiden wir große Highways und bewegen uns vornehmlich auf kleinen Seitenstraßen. Übernachtung in Mae Sot.

3 Fahrt nach Mawlamyaing (Moulmein) (ca. 200 km)

Von 1826 bis 1852 war Mawlamyaing Hauptstadt von British-Burma. Heute ist die Stadt ein wichtigster Handels- und Warenumschlagplatz. 1921 bis 1927 war George Orwell, der Autor von "Animal Farm" und "1984", hier stationiert. Übernachtung in Mawlamyaing.

4 Fahrt nach Kyaikto (ca. 140 km)

In Kyaikto befindet sich der "Goldene Fels", ein Wallfahrtsort für Buddhisten aber auch ein beliebtes Ziel für Myanmar-Reisende. Der Fels liegt auf einer etwa 1100 Meter hohen Kuppe, und es sieht so aus, als würde er jeden Moment herunterstürzen. Die Legende besagt, dass zwei Haare von Buddha dafür sorgen, dass der Fels im Gleichgewicht bleibt und seinen Platz nicht verlässt. Übernachtung in Kyaikto.

5 Fahrt nach Yangoon (ca. 160 km)

Nun geht es nach Yangoon, die ehemalige (bis 2005) Hauptstadt Myanmars. (Der Regierungssitz in nun in Naypyidaw.) Yangoon ist mit 5,2 Mio. Einwohnern die größte Stadt Myanmars und sein wichtigstes Industrie- und Handelszentrum. Für uns ist der Besuch Yangoons mit einem kleinen Problem verbunden. Motorräder sind im gesamten Stadtgebiet verboten. Wir parken unsere Bikes außerhalb und steigen um auf vier Räder. Mit dem Bus geht es ins Zentrum. Übernachtung in Yangoon.

6 Yangoon

Wir nehmen uns einen ganzen Tag Zeit, um die Wunder dieser Stadt zu besichtigen. Vor allem wird uns die Shwedagon-Pagode in ihren Bann ziehen, und daneben gibt es zahlreiche weitere sakrale Bauten. Wie in kaum einer anderen Stadt haben Bauwerke aus der Kolonialzeit dem Zahn der Zeit widerstanden. Dazu zählen ehemalige Regierungs- und Verwaltungsgebäude, Wohn- und Geschäftshäuser, aber auch zahlreiche Kultstätten unterschiedlichster Religionen. Übernachtung in Yangoon.

7 Fahrt nach Pyay (ca. 285 km)

Mit dem Bus fahren wir zurück zu unseren Motorrädern und können uns wieder den Wind um die Nase wehen lassen. 285 km Fahrt über eine weite Ebene liegen vor uns, bis wir Pyay an den Gestaden des Irrawaddy-Flusses erreichen. Übernachtung in Pyay.

8 Fahrt nach Bagan (ca. 375 km)

Bagan ist eines der bedeutendsten Touristenzentren Myanmars. Zitat aus Wikipedia: Bagan [bəgàn] (birmanisch Pugan Myahoet, "Stadt Bagan" auch Arimaddana oder Arimaddanapura, "Stadt Zerbrecher der Feinde", und Tambadipa, "Kupferland" oder Tassadessa, "Ausgedörrtes Land") ist eine historische Königsstadt in Myanmar mit über zweitausend erhaltenen Sakralgebäuden aus Ziegelstein. Der von Tempeln bestandene Bereich erstreckt sich über ca. 36 qkm in einer versteppten Landschaft und bildet eine der größten archäologischen Stätten Südostasiens. Bagan liegt in der heutigen Mandalay-Division, 155 km südwestlich der Stadt Mandalay am Ostufer des Irrawaddy. Übernachtung in Bagan.

9 Bagan

Zum Glück haben wir unsere Bikes. Ohne sie wäre das riesige Areal von Bagan kaum zu erkunden. Wir sind einen ganzen Tag unterwegs und werden doch nur einen Teil der Anlage gesehen haben, aber genug, um überwältigende Eindrücke und Erlebnisse mit nach Hause nehmen zu können. Übernachtung in Bagan.

10 Fahrt nach Mandalay (ca. 125 km)

Bevor wir unsere Bikes in Richtung Mandalay lenken, besuchen wir Mount Popa, einen inaktiven Vulkan, auf dessen Spitze sich die Tuyin Taung-Pagode befindet. Der Berg ist im Glauben der Gläubigen von Myanmar der Wohnsitz der Nats, der Schutzheiligen des Landes. Eine lange überdachte Treppe führt hinauf zu dem Heiligtum. Doch ist der Aufstieg nicht ganz ungefährlich, da einem auf dem Weg zahlreiche Affen auflauern und Wegezoll in Form von Leckereien verlangen. Übernachtung in Mandalay.

11 Mandalay

Mandalay ist mit 1,6 Mio. Einwohnern die nach Yangoon zweitgrößte Stadt des Landes. Von Mandalay aus fahren wir nach Amarapura und bestaunen die U-Bein-Brücke. Auch hierzu ein Zitat aus Wikipedia: Die U-Bahn-Brücke ist ein Fußgängerübergang, der den Taungthaman-See in der Nähe von Amarapura in Myanmar quert. Die 1,2 Kilometer lange Brücke wurde um 1850 erbaut und gilt als älteste und längste Teakholz-Brücke der Welt. Der Beginn des Baus fällt in die Zeit, als die Hauptstadt des Königreichs Ava nach Amarapura verlegt wurde. Zum Bau der Brücke wurde Holz aus dem ehemaligen Königspalast in Inwa verwendet. Über 1.086 Pfähle wurden in den Seegrund gerammt; einige wurden inzwischen durch Betonpfeiler ersetzt. Übernachtung in Maydalay

12 Fahrt zum Inle-See (ca. 250 km)

Eine lange abenteuerliche Fahrt bringt uns zum Inle-See, einem großen Süßwassersee im Shan-Staat. Übernachtung in Nyaung Shwe.

13 Inle-See

Unsere Motorräder erhalten heute einen wohl verdienten Ruhetag, denn hier dreht sich alles um Wasser und Boote. Auch wir gönnen uns einen ruhigen Tag zum Ausspannen, am besten auf einem der Boote, mit denen man am einfachsten die Gegend erkunden kann. Übernachtung in Nyaung Shwe.

14 Fahrt nach Kunhing (ca. 260 km)

Vielleicht werdet Ihr den heutigen Tag als den schönsten Fahrtag in Erinnerung behalten. Es geht hoch hinauf und tief ins Innere des Shan-Staates. Auf dem Weg bei Taungyi werden wir mit Glück Bergvölkern begegnen. Und wenn es die Zeit erlaubt, besuchen wir eine Rubin-Mine. Übernachtung in Kunhing.

15 Fahrt nach Keng Tung (ca. 195 km)

Noch ein Fahrtag durch die wunderschöne Landschaft des Shan-Staates. Es bleibt ausreichend Zeit für einen ausgiebigen Spaziergang um den Keng Tung-See. Übernachtung in Keng Tung.

16 Fahrt nach Mae Sai, Thailand (ca. 160 km)

Die Reise geht ihrem Ende entgegen. Wir verlassen Myanmar. Wir sind sicher, dass Ihr Euch mit dieser Reise einen Traum erfüllen konntet, den in dieser Form nur wenige Touristen erleben können. Gleich hinter der Grenze haben wir die Möglichkeit, auf dem berühmten Tachilek Market zu shoppen, doch dann geht es weiter nach Mae Sai, wo wir die Nacht verbringen.

17 Fahrt nach Chiang Mai (ca. 260 km)

Der Kreis schließt sich. Der letzte Fahrtag. Wir erreichen den Ort, an dem unsere Reise begann und übergeben unsere Bikes in Chiang Mai. Übernachtung in Chiang Mai.

18 Heimflug

Wir hoffen, Ihr hattet eine gute Zeit in Myanmar. Heute heißt es Abschied nehmen, von Myanmar und von Euren Mitreisenden. Wenn es Euch gefallen hat, kommt mal wieder mit, vielleicht diesmal nach Bhutan, Nepal oder zu einem der vielen Ziele in Indien. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen.